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Digitaler Wandel, integrierte Best-of-Breed Plattform und Cloud: Top-Themen beim UWS Herbstforum 2018

Branchenbekannte Sprecher präsentierten die Schlüsselthemen der Branche. So erklärte Prof. Heinz Lohmann, die Gesundheitswirtschaft sei geprägt von Beharrungsvermögen. Aber auch wenn die Politik wenig außer Rhetorik beiträgt, betonte der Gesundheitsunternehmer weiter, wird dank der Treiber „Entlastung“ bei den Mitarbeitern und „Emanzipation“ seitens der Patienten die Transformation in den nächsten Jahren Wirklichkeit – mit Vernetzung, neuen Geschäftsmodellen, neuen Patientenbeziehungen.

Prof. Dr. Thomas Kersting, MBA, beschrieb den Bürokratiedschungel der Nutzenbewertung und Vergütung für Innovationen. Insbesondere für Hochrisiko-Medizinprodukte inklusive bestimmter Apps gilt laut dem Geschäftsführer der IMC clinicon GmbH; Senior Associate der IGES Institut GmbH, Berlin, und Professor für Krankenhausmanagement der Fakultät Wirtschaft und Management der Berliner TU: „Die Erprobung laut § 137e SGB V ist selbst unerprobt!“

Christian Rebernik, CEO & Co-Founder, Vivy GmbH, sieht in seiner App die Grundlage für die patientenorientierte Revolution des deutschen Gesundheitssystems. Die Vivy-App ist dabei, sich durchzusetzen. Interoperabilität mit anderen Gesundheitsakten sieht Rebernik als ein Ziel, das bei Vorliegen von Spezifikationen realisiert wird. Kostenträger planen, mit künstlicher Intelligenz diese Gesundheitsakte für ein intensives Patientenmanagement zu nutzen. 

Prof. Dr. Thomas Jäschke, Vorstand DATATREE AG und Leiter des Instituts für Sicherheit und Datenschutz im Gesundheitswesen ISDSG in Dortmund, forderte im Kontext der Europäischen Datenschutzgrundverordnung DSGVO beim Herbstforum dazu auf, Innovationen im ersten Grundgedanken ruhig ohne Informationssicherheit und Datenschutz zu „denken“ – aber bei den ersten Schritten der Realisierung diese essenziellen Themen anzupacken.

Joachim Weith, Bereichsleiter Konzern-Kommunikation und Regierungsbeziehungen, präsentierte die Realisierung von Population Health Management und Value-based Healthcare in Madrid durch Fresenius SE. Der Leistungserbringer übernimmt die fachärztliche und die stationäre Versorgung einer Million Bürger im Hospital Rey Juan Carlos, Madrid, auf Grundlage einer Pro-Kopf-Pauschalvergütung. Der Wettbewerb fungiert dabei als Korrektiv für Qualität und Zugang. 

Stephan Neubauer fasste die Erfahrungen aus der Telematikinfrastruktur-Einführung in Arztpraxen und MVZ zusammen. Laut dem medatixx-Projektmanager hat der Anbieter 750 Installationen von eGK Kartenterminals und mehr als 9.000 Bestellungen vorzuweisen. Die kontaktlose Schnittstelle muss bis 1. Dezember 2019 funktionieren. Die Versicherten haben Anspruch auf diese neue eGK; die Anschlussfrist für Niedergelassene wird wohl bis 30. Juni 2019 verlängert. 

Mindestens 1.000 Todesfälle gibt es jährlich durch Medikationsprobleme im Gebiet der AOK Nordost – Die Gesundheitskasse, unterstrich Susanne Dolfen, Leiterin der Unternehmenseinheit Arzneimittelversorgung. Mit eLiSa@GeN will sie diese Situation verbessern – einem sektorenübergreifenden, softwarebasierten und qualitätsgesicherten Medikationsmanagement. Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) erhöht die Transparenz und erleichtert die Kommunikation über Sektorengrenzen hinweg, künftig im digitalen Gesundheitsnetzwerk (GeN) mit Schnittstelle zur Gesundheitsakte. 

Till Osswald, Senior Director Microsoft Healthcare stellte die Ansätze von Microsoft Deutschland GmbH für Cloud, Big Data und künstliche Intelligenz für das Gesundheitswesen vor. Sie ermöglichen Einsparungen wie etwa eine Liegezeitverringerung sowie bessere Kollaboration – auf Basis von Microsoft Azure und MS Cloud. Umsetzungen hat beispielsweise der Softwarespezialist BlueMetal für die US-Leistungserbringerorganisation Steward Health realisiert. 

UWS: ein Benutzer – ein Login, ein Patient – eine Krankenakte

Tobias Stracke, Softwareentwickler bei United Web Solutions for Healthcare und Geschäftsführender Gesellschafter Freiblick GmbH, zeigte neue Features der UWS Cloud. Der UWS Identity Server für Single-Sign-on ist in Arbeit. Auch Nichtmitgliedsunternehmen können künftig ihre Lösungen anbinden. Den Zugriff auf Patientenakten verwirklichen Lösungen der UWS durch Views auf Basis der Abfrage dezentraler Archive in Echtzeit.

Jörg Reichardt, Erster Vorsitzender der Initiative United Web Solutions for Healthcare e. V., freute sich über das gelungene 4. Herbstforum. „Die Keynotes sowie unsere Themen integrierte Best-of-Breed Plattform und Cloud für unsere webbasierten Individuallösungen kamen bei den Teilnehmern sehr gut an – mit den Vorteilen der Kombination und tiefen Integration, mit dem Modell nutzungsbasierter Vergütung und dem Betrieb auf hauseigenen Servern oder im UWS-RZ. Am Anfang unserer Initiative stand das Marketing – jetzt bringen wir Technik mit ein, wie etwa Single Sign-on auch für Drittanbieter-Lösungen sowie zentralisierte Views auf dezentral gehaltene Patientendaten.“ 

Veranstaltungshinweis: Den Fortschritt für Best-of-Breed und Cloud präsentiert UWS auch auf der DMEA 2019, Fachmesse und Kongress für die digitale Gesundheitsversorgung vom 9. bis 11. April 2019 in Berlin.

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United Web Solutions for Healthcare e.V. ist ein Verband von innovativen IT-Unternehmen im Gesundheitswesen, der den Krankenhäusern die Möglichkeit gibt, hochspezialisierte Softwarelösungen verschiedener Hersteller für unterschiedliche Arbeitsgebiete in Medizin, Pflege und Verwaltung zu einem integrierten Krankenhausinformationssystem (KIS) zusammenzufügen. Alle Unternehmen verbindet die Verpflichtung auf modernste Technologie. Alle Applikationen sind webbasiert und werden in Browsern bedient. Anwenderfokussiert, anbieterunabhängig, zukunftssicher – die interoperablen IT-Lösungen der Mitglieder von UWS erfüllen höchste fachliche Anforderungen und machen Leistungserbringer zum Souverän über ihre Investitionsplanung. www.unitedwebsolutions.de